À propos

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Mit Pappmaché bin ich in meiner Kindheit kurioserweise nie in Berührung gekommen. Meine erste Liebe galt der Fotografie. Doch statt diese zu meinem Beruf zu machen, entschied ich mich für ein Romanistikstudium, was zur Folge hatte, dass ich im Außenhandel landete, dem Charme eines Franzosen erlag und heute mit meiner Familie in einer Kleinstadt bei Marseille lebe.

Ich glaube, der Pappmachévirus erfasste mich, als ich eines Tages in einer Buchhandlung über ein Sonderangebot zum Thema stolperte. Die Figuren und Gegenstände fand ich größtenteilsstenteils kitschig, aber die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten von Papier und Pappe faszinierten mich. Zum „kreativen Ausbruch“ kam es dennoch erst Jahre später – mit zwei Kindern, die mittlerweile aus dem Kleinkindalter rauswaren – und dem Umstieg von einer Fünf – auf eine Vier-Tagewoche. Alles begann mit einem Papphaus für „Fräulein B.Arbi“, das schnell zu einem Familienprojekt mutierte und uns fast ein halbes Jahr in Atem hielt! Es folgten Gefäßee, Skulpturen, Lampenschirme, Buchstaben, wann immer es die Zeit zuließ.

Heute bin ich einundfünfzig, und langsam müsste entrümpelt werden, um Platz für Neues zu schaffen… Der Gedanke, einen Blog ins Leben zu rufen, hat sich ganz allmählich in meinem Kopf eingenistet: zum einen Lust, den Fotoapparat wieder hervorzuholen und zu dokumentieren, Lust, meine „Pappgewächse“ vorzustellen sowie all die fantastischen Kunst- und Design-Objekte, die mich im Laufe meiner Streifzüge durchs Internet begeistert haben, und zum anderen die Hoffnung, ein etwas anderes Bild von Pappmaché zu vermitteln, zu inspirieren und nicht zuletzt auf Gleichgesinnte* zu treffen.

*Ich schreibe meine Texte auf Deutsch und Französisch, antworte aber auch gerne auf Spanisch, Englisch oder Italienisch.